Zu Hause kommt mir die Etikette wieder zwischen die Finger. Neugierig suche ich die genannte bunte Internetseite auf und gebe meinen Gewinncode ein. Ich werde aufgefordert mich anzumelden, um überhaupt einen Gewinn erzielen zu können. So weit so gut. Zweiter Versuch: Schwups, es erscheint ein grosses "R" auf dem Bildschirm. Soll ich etwa ein "R" gewonnen haben? Das kann es doch nicht geben. Rasch bemerke ich, dass ich zuerst eine Menge Buchstaben sammeln muss, um die Bezeichnung meines gewünschten Gewinnes damit schreiben zu können.

So werde ich am folgenden Tag zum fleissigen Rivellatrinker. Obwohl mein Durst nicht grün ist, komme ich auch in den Genuss von Grüntee-Extrakt. Dabei sollte erwähnt werden, dass wohl bald einmal der Rivella Notstand ausgesprochen werden muss.
Die halbleeren Regale des schweizer Nationalgetränks mit Milchserum zeigen, dass dieses wohl sehr gut bei der Bevölkerung ankommt.
Langsam frage ich mich jedoch, ob das ganze Spiel denn nicht nur eine Umsatzsteigerung hervorrufen sollte. Die Rivella AG aus Rothrist heimst wohl einiges ein und die Gewinne können somit locker aus der Hand gegeben werden. Zu meiner Enttäuschung entpuppt sich das Auto auch nur als einjähriges Leihobjekt. Soll ich mich wirklich weiter auf Rivella einlassen. Lohnt sich denn der Genuss am Schluss wirklich, unterliegt doch die Buchstabenausgabe allein dem Zufall oder doch der Bestimmung durch eine höhere Gewalt. Es ist immer dasselbe mit diesen Gewinnspielen, doch jedesmal ist die Verlockung gross. Heutzutage landen sogar adressierte Gewinnversprechen im Briefkasten. Da stellt sich schon die Frage, ob der Absender zu viel Vermögen besitzt.
Unschlüssig nehme ich den letzten Schluck meines grünen Rivellas. Vielleicht auch der letzte für die nächste Zeit.
No comments:
Post a Comment